Was ist FLO ?


Der Begriff FLO steht für Flat-Line-Oscillation und beschreibt wie sehr ein Schaft, einmal in Schwingung gebracht, in seiner Schwingungsebene bleibt bzw. oval davon abweicht.
Nur wenige Schafttypen haben von Natur aus eine um 360° gleich-plane Schwingungsebene, dass man diese bedenkenlos ohne Vermessung einbauen kann.
Das FLOing verfolgt den Zweck, den Schaft so in den Schlägerkopf einzubauen zu können, dass dieser in Spielrichtung in einer Ebene schwingt.
 
Was ist Spine ?
Spine ist der englische Ausdruck für Rückrat. Das Rückrat des Schlägerschaftes hat besondere Auswirkung auf das Biegeverhalten und das FLO des Golfschaftes. Je nach Herstellungsart wird sich ein Golfschaft in verschiedenen Ebenen (wenn man ihn in der Längsachse um 360° dreht) unterschiedlich stark biegen lassen. Die Stelle an welcher er sich am wenigsten biegt bezeichnet man als den Spine des Golfschaftes. Hat der Schaft einen mehr oder weniger ausgeprägten Spine (Rückrat), was bei fast allen Schäften der Fall ist, ist das richtige Schwungverhalten reine Zufallssache. Der Schaft wird nicht präzise in einer Ebene schwingen (siehe oben FLO). Auch ein "geFLOter" Schaft wird in seiner stabilen Schwingungsebene noch  Spine aufweisen, d.h. er schwingt in beide Richtungen unterschiedlich weit. Der Wunsch des Golfers nach einem höheren oder niedrigeren Ballflug entscheidet dann wie der Spine in die FLO-Ebene eingebaut wird.
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Stahlschäfte und die Schweißnaht
Stahlschäfte werden nicht irgendwie "gezogen", wie manchmal landläufig vermutet wird, sondern müssen geschweißt werden. Auf Grund der unvermeitlichen Schweißnaht hat der Stahlschaft entlang dieser Schweißnaht Verdickungen und Unregelmäßigkeiten. Der Schaft hat den oben angesprochenen Spine und ist schwingungstechnisch unrund. Zwar kann man meist auch bei Schäftem mit starkem Spine noch eine FLO-Ebene finden, aber richtig harmonisch ist das nicht und entspricht nicht unseren hohen Qualitätsansprüchen.

Deswegen verwenden wir nach Möglichkeit nur Schäfte, welche in einem Vakuum-Vergütungsofen einem besonderen Aushärtungsverfahren unterzogen werden.
 
In diesem Vakuum-Vergütungsofen werden die Stahlschäfte gleichmäßig auf sehr hohe Temperaturen gebracht, dort mit sehr genauer Temeraturstabilisierung gehalten und anschließend wieder gleichmäßig abgekühlt. Das Vakuum verhindert während dieses Vorgangs unerwünschte Oxidationen, welche die Stahlstruktur schwächen würden. Durch diese, besonders schonende Vergütung bekommen die Stahlschäfte ihre Festigkeit bei gleichzeitiger Flexiblität. Der Schaft erhält rundherum eine homogene Struktur bei einem nun auf ein Miniumum reduzierten Spine.
Vakuum-Vergütungsofen